Satzung der

DR. GERT MAUSS-STIFTUNGHEUREKA!”
mit Sitz in Wolfratshausen

§ 1 Name, Sitz und Rechtsform
(1) Die Stiftung führt den Namen Dr. Gert Mauss-Stiftung “heureka!”.
(2) Sie ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Wolfratshausen.
(3) Geschäftsjahr der Stiftung ist das Kalenderjahr.

§ 2 Stiftungszweck
(1) Zweck der Stiftung ist die Förderung hochbegabter, graduierter Studenten und Studentinnen in Deutschland bis zur Promotion bzw. Habilitation auf den Gebieten

  • Umweltverträgliche Energieerzeugung
  • Quantenphysik
  • Geisteswissenschaftliche Innovationen

(2) Die Stiftung verwirklicht ihren Stiftungszweck durch die Gewährung von Stipendien oder zinsgünstigen Darlehen an hochbegabte, graduierte Studenten in Deutschland bis zur Promotion bzw. Habilitation.
(3) Die Stiftung verfolgt damit in selbstloser Weise ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der jeweils gültigen Fassung der Abgabenordnung.
(4) Die Stiftung kann auch anderen, ebenfalls steuerbegünstigten Körperschaften, Anstalten und Stiftungen finanzielle oder sachliche Mittel zur Verfügung stellen, wenn diese Stellen mit den Mitteln Maßnahmen nach Abs. 2 fördern.

§ 3 Steuervergünstigung
(1) Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Sie darf keine juristische oder natürliche Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Unterstützungen, Zuwendungen oder Vergütungen begünstigen.
(2) Ein Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung steht den durch die Stiftung Begünstigten aufgrund dieser Satzung nicht zu.

§ 4 Stiftungsvermögen
(1) Das Stiftungsvermögen ist in seinem Bestand dauernd und ungeschmälert zu erhalten. Es besteht aus einem Barvermögen von € 50.000,00.
(2) Zustiftungen (Zuwendungen zum Stiftungsvermögen) sind zulässig. Die Stiftung ist berechtigt, Zustiftungen anzunehmen.
(3) Zuwendungen aufgrund einer Verfügung von Todes wegen ohne Zweckbestimmung können dem Stiftungsvermögen zugeführt werden.

§ 5 Stiftungsmittel
(1) Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben
(a) aus den Erträgen des Stiftungsvermögens und
(b) aus Zuwendungen, soweit sie vom Zuwendenden nicht zur Aufstockung des Stiftungsvermögens bestimmt sind; § 4 Abs. 3 bleibt unberührt.
(2) Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.
(3) Es können die steuerrechtlich zulässigen Rücklagen gebildet werden.

§ 6 Stiftungsorgane
(1) Organ der Stiftung ist der Stiftungsvorstand.
(2) Die Mitglieder der Stiftungsorgane haften nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

§ 7 Stiftungsvorstand
(1) Die Stiftung wird von einem Vorstand verwaltet, der aus mindestens zwei und höchstens drei Personen besteht. Die Bestellung des ersten Vorstandes erfolgt durch den Stifter. Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt fünf Jahre.
(2) Der weitere Vorstand wird im Wege der Selbstergänzung bestellt. Eine Wiederwahl ist zulässig. Ein ausscheidendes Mitglied bleibt bis zur Bestellung des jeweiligen nachfolgenden Mitglieds im Amt. Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.
(3) Der Vorstand wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden, der den Vorsitzenden in allen Angelegenheiten bei Verhinderung vertritt.

§ 8 Aufgaben des Vorstands
(1) Der Vorstand führt die Geschäfte der Stiftung. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:
(a) die Anlage und Verwaltung des Stiftungsvermögens, wobei er mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns zu handeln hat,
(b) die Vorlage der Jahresrechnung mit einer Vermögensübersicht und die Vorlage eines Berichts über die Erfüllung des Stiftungszwecks jeweils innerhalb von sechs Monaten nach Ende eines jeden Geschäftsjahres.
(2) Die Aufstellung eines Haushaltsvoranschlags ist entbehrlich.
(3) Die Stiftung ist durch einen Wirtschaftsprüfer oder eine andere zur Erteilung eines gleichwertigen Bestätigungsvermerks befugte Stelle zu prüfen. Die Prüfung muss sich auf die Erhaltung des Stiftungsvermögens und die satzungsgemäße Verwendung seines Ertrags und etwaiger Zuschüsse (Stiftungsmittel) erstrecken. Bei geringem Geschäftsumfang kann auf die Beauftragung eines Wirtschaftsprüfers oder einer anderen zur Erteilung eines gleichwertigen Bestätigungsvermerks befugten Stelle verzichtet werden. Es ist dann eine Jahresrechnung über die Einnahmen und Ausgaben der Stiftung und eine Vermögensübersicht zu fertigen.
(4) Der Stiftungsvorstand erhält für seine Tätigkeit eine jährliche Vergütung von 3 % der jährlichen Erträge des Stiftungsvermögens. Diese Vergütung ist durch die Zahl der Vorstandsmitglieder gleichmäßig zu teilen.

§ 9 Vertretung der Stiftung
(1) Die Stiftung wird durch den Vorstand gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Der Vorstand hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters.
(2) Jedes Mitglied des Vorstands ist zur alleinigen Vertretung der Stiftung berechtigt.

§ 10 Beschlussfassung des Vorstands
(1) Der Vorstand beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Mitglieder anwesend sind. Wenn kein Vorstandsmitglied widerspricht, können Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Abwesenheit die Stimme des stellvertretenden Vorsitzenden.
(2) Sitzungen werden vom Vorstand nach Bedarf, jedoch mindestens einmal im Jahr abgehalten.
(3) Zwischen der Einberufung und dem Sitzungstag soll ein Zeitraum von mindestens einer Woche liegen, sofern nicht außerordentliche Umstände eine kürzere Frist erfordern. Die Vorstandssitzungen werden schriftlich unter Angabe der einzelnen Beschlussgegenstände vom Vorsitzenden einberufen. Auf die Form kann einstimmig verzichtet werden. Der Stiftungsvorstand hält seine Beschlüsse in Niederschriften fest, die von zwei Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen sind. Sie sind allen Mitgliedern des Vorstandes und der Stiftungsaufsicht zur Kenntnis zu bringen.

§ 11 Änderung der Satzung
(1) Satzungsänderungen sind zulässig, soweit sie zur Anpassung an veränderte Verhältnisse geboten erscheinen. Sie dürfen die Steuerbegünstigung der Stiftung nicht beeinträchtigen oder aufheben. Soweit sich die Satzungsänderungen sich auf die Steuerbegünstigung der Stiftung auswirken können, sind sie der zuständigen Finanzbehörde zur Stellungnahme vorzulegen.
(2) Änderungen des Stiftungszwecks sind nur zulässig, wenn seine Erfüllung unmöglich wird oder sich die Verhältnisse derart ändern, dass sie in der satzungsgemäßen Form nicht mehr sinnvoll erscheint. Umwandlung und Aufhebung der Stiftung richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften.
(3) Satzungsänderungen beschließt zu seinen Lebzeiten der Stifter. Nach seinem Ausscheiden aus dem Stiftungsvorstand werden solche Beschlüsse vom Vorstand mit 2/3-Mehrheit bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte seiner Mitglieder gefasst.

§ 12 Vermögensanfall
Bei Aufhebung oder Auflösung dieser Stiftung oder bei Wegfall ihrer steuerbegünstigten Zwecke fällt das noch vorhandene Stiftungsvermögen an die Studienstiftung des deutschen Volkes e. V., Ahrstraße 41 in 53175 Bonn oder dessen jeweiligen Rechtsnachfolger, ersatzweise an die juristische Person, deren Zweck einem solchen Verein am nächsten kommt oder deren jeweiligen Rechtsnachfolger. Der Anfallberechtigte hat das anfallende Vermögen tunlichst in einer dem Stiftungszweck entsprechenden Weise oder ersatzweise für andere mildtätige oder gemeinnützige Zwecke nach näherer Bestimmung durch die Genehmigungsbehörde zu verwenden.

§ 13 Stiftungsaufsicht
(1) Die Stiftung untersteht der Aufsicht der Regierung von Oberbayern. Dieser sind jährlich der Voranschlag, die Jahresrechnung und die Vermögensübersicht vorzulegen.
(2) Der Stiftungsaufsichtsbehörde sind Änderungen der Anschrift, der Vertretungsberechtigung und der Zusammensetzung der Organe unverzüglich mitzuteilen.

§ 14 Inkrafttreten
Diese Satzung tritt mit Anerkennung der Stiftung durch die Regierung von Oberbayern in Kraft.
Die Stiftung wurde mit RS vom 29. September 2005 von der Regierung von Oberbayern anerkannt.